27.1.2004

Antrag zum Thema Nordumfahrung Rutesheim:

Sehr geehrter Herr Schuler

Zum Tagesordnungspunkt Nordumfahrung Rutesheim möchten wir folgende Ergänzung, die in die zu entwerfende Stellungsnahme der Stadt Leonberg eingearbeitet werden soll.

1.) Die geplante Trassenführung der Nordumfahrung verläuft durch ein Wasserschutzgebiet. Die Anforderungen der RiStWag (Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten) verlangen in diesen Fällen alternative Planungen zur Trassenführung sowie eine schadlose Beseitigung des Niederschlagswassers über dichte Rohrleitungen oder über abgedichtete Rinnen aus dem Wasserschutzgebiet. In den vorgestellten Planungsunterlagen können wir davon nichts erkennen.  

Bei Beibehaltung der derzeitigen Planungen, gehen wir daher von einem Abwägungsfehler aus.

2.) Die Straße soll teilweise auf einer bis zu 11m hohen Dammlage bis hin zu einem Einschnitt von bis zu 8 m Tiefe verlaufen. Durch den Abtrag der lößhaltigen Deckschichten werden die empfindlichen Muschelkalk und Keuperschichten freigelegt. Dadurch entsteht ein hohes Risiko für Schadstoffeinträge ins Grundwasser.

3.) Die durch das Büro Bender und Stahl dargelegten Planzahlen zu den Verkehrsverlagerungen bei Einführung einer Autobahnmaut sind in keiner Weise nachvollziehbar. Vielmehr ist davon auszugehen, dass insbesondere bei einer zeitlichen Trennung zwischen dem Ausbau der Autobahnanschlüsse Leonberg und Rutesheim und der Nordumfahrung, eine starke Verkehrszunahme in der Gartenstadt und auf der Umgehungsstreckenführung über Gebersheim, Höfingen nach Ditzingen eintritt.

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lesen Sie dazu auch den Beitrag in der GABL-Postille vom März 2004: hier