Januar 2003

Leserbriefe

 

Leserbrief zu Cross-Border-Leasing 

Sehr geehrter Herr Schmalzried,

ich bedanke mich für interessante Beiträge in der GABL Postille, zuletzt zum CBL-Geschäft. Nach wie vor teile ich die Bedenken, welche auch wesentlich größere Projekte im Kreis, z.B. die Finanzierung des Restmüllheizkraftwerks in Böblingen betreffen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es der Stadt Leonberg gelingt, im "Notfall" Investoren, welche sich auf amerikanisches Steuerrecht berufen können, über den Tisch zu ziehen - eher umgekehrt. Selbst eine Bindung mit einer Laufzeit von 
24 Jahren muss als suspekt angesehen werden.

Von einem Bürgerentscheid erwarte ich trotz des Beispiels in Kulmbach nichts, weil der Sachverhalt so kompliziert ist, dass es allenfalls zu emotional begründeten Ergebnissen kommen wird. Ich wünsche Ihnen aber bei beharrlicher Kleinarbeit im Gemeinderat guten Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen, Frank Wilhelm, Bürgergemeinschaft Neues Stadtzentrum Leonberg e.V.


 

Leserbrief zum Projekt Jugendhof Seehaus 

Sehr geehrter Herr Schmalzried,

ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen und der GABL-Fraktion für Ihre Unterstützung für den Jugendhof Seehaus bedanken! Durch Ihre Befürwortung im Gemeinderat und vor allem auch durch die GABL-Postille, die mich besonders gefreut hat, haben Sie sehr viel Positives für den Jugendhof Seehaus bewirkt. Diese Informationen und Ihr klarer Standpunkt haben sicher zur Versachlichung der Debatte und eine positive Einschätzung vieler Bürger beigetragen.

Herzlichen Dank!! 

Ihr Tobias Merkle, Geschäftsführer


 

Leserbrief zum Engelbergtunnel 

Der Engelbergtunnel macht sich Luft, in den mit List und Trug der Basistunnel getrieben wurde. Jetzt hat der Bundesrechnungshof bei diesem Bau Millionen Euro vergeudeter Steuergelder nachgewiesen. Es wurden, wie bereits vorher dem VGH Mannheim, vom Landes-Verkehrsministerium falsche Zahlen angegeben. Veranschlagt waren nicht 640 Millionen DM, sondern nur 240 Millionen DM. Darin fehlten aber 50 Millionen DM für das Dreieck und die Kosten für die von der Stadt Leonberg geforderte Tunnelverlängerung.

Die Alternative Winterraintunnel hat der VGH verworfen, weil sie mit 290 Millionen DM Kosten ausgewiesen war, also 50 Millionen DM teurer. Die Pläne der Original-Winterraintrasse, die von den Planern ebenfalls mit 240 Millionen DM veranschlagt waren (700 m längerer Tunnel als der Engelberg, verwerfungsresistent), hatte die Behörde vernichtet und stattdessen dem VGH eine fingierte Planung mit 290 Millionen DM Kosten vorgelegt.Tatsächlich hat sich die veranschlagte Bausumme für den Engelbergtunnel von 240 Millionen DM auf fast eine Milliarde DM erhöht, also nicht wie die Presse berichtet um 40 %, sondern um etwa 400 % (privat finanziert auf sogar etwa zwei Milliarden Mark, also 800 %).

Jeder private Architekt, der so mit einer Bauherrschaft umginge, würde wegen vorsätzlicher Irreführung seine Konzession verlieren.

Elisabeth Lunkenheimer

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Januar 2003

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