Januar 2003

Post vom Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. an Oberbürgermeister Schuler. 

In dem Schreiben vom 9. Dezember 2002 heißt es u.a.:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 

tief schockiert haben wir erfahren, dass der städtische Zuschuss von 7.900 €uro für das Filmforum Leonberg in 2003 gestrichen werden soll, was das Aus für das Kino bedeuten würde. Diese Nachricht trifft uns als Dachverband der Kommunalen Kinos um so mehr, als für uns die Arbeit des Filmforum Leonberg immer beispielhaft gewesen ist, weshalb es auch weit über die Grenzen Leonbergs sowie Baden-Württembergs hinaus für seine filmkulturellen Leistungen bekannt und geschätzt ist. 

Ohne das Filmforum sind Kommune und Land nicht einfach um ein Kino ärmer; nein, sie verlieren eine unersetzbare "Schule des Sehens". "Wenn man ein Kino will, das den Blick in die Welt und in die Geschichte offen hält, braucht man mehr denn je die Kommunalen Kinos." (Wim Wenders). Es geht nicht an, dass denen, die mit größtem Engagement jahrelang vorbildliche Vermittlungsarbeit geleistet haben,  zum Dank dafür der Boden unter den Füßen weggezogen wird. 

Ich appelliere nachdrücklich an Sie, das Aus für das Filmforum abzuwenden und sich für die Fortsetzung der vorbildlichen kulturellen Kinoarbeit in Leonberg stark zu machen. "Filmbegeisterte unbezahlte Mitarbeiter sind immer unbezahlbar", heißt es in der Begründung für den Kinopreis. Und auf einmal soll diese ausgezeichnete Arbeit keine 7.900 €uro mehr wert sein? Das kann nicht sein! 

Dieser Einschätzung des Bundesverbands kommunale Filmarbeit e.V. schließt sich die GABL vorbehaltlos an. Gott sei Dank ist noch so viel Geld in der Leonberger Stadtkasse, dass eine weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte kulturelle Einrichtung nicht zerschlagen werden muss. Wenn aber jemand die ganze (Ein)Richtung des Kommunalen Kinos nicht passt, dann soll er es bitte sagen! 

 

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Januar 2003

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