April 2003

Demonstrieren und noch mehr... Kinder und Jugendliche aus Leonberger Schulen zeigen Phantasie und Engagement für den Frieden 

[GS] Am 20. März gingen fast 2000 Schülerinnen und Schüler aus Leonberger Schulen auf die Straße, um für den Frieden zu demonstrieren. Hier ein paar Stimmen über den Zug von den Schulen zum Marktplatz.

    

"Als Mitveranstalter der Kundgebung am 20. März war ich sehr überrascht von der Resonanz unter unseren Mitschülern. Ich hatte erwartet, dass sich die Gruppe von über 1500 Schülern auf dem Marktplatz sehr schnell wieder auflösen würde. Das genaue Gegenteil jedoch war der Fall. Die Schüler blieben geschlossen zusammen und blieben selbst nach den Reden noch, um der Schülerband "Loko Motiv" zuzuhören..." Thomas, 17. 

"Es war toll, dass die Schüler aller Schulen mitgemacht haben; sonst kennen wir die gar nicht oder fanden sie doof. Dieses Mal war das ganz anders: Am allertollsten war für mich der Moment, als wir vor dem JKG-Schulhof gewartet haben und schon ein bisschen ungeduldig geworden sind und auf einmal diese wahnsinnig vielen Berufsschüler zu uns gestoßen sind und mitgemacht haben. Das war klasse!" Anna,16. 

"Ich finde es gut, dass sich mehr und mehr Menschen für die Politik interessieren und sich gegen diesen Krieg einsetzen, dass die Menschen weiter für den Frieden demonstrieren und kämpfen." Jenny,17. 

Und wie geht's weiter nach der großen Schülerdemonstration am 20.März? Wie "kämpft" man für den Frieden? Am Tag nach der Kundgebung auf dem Marktplatz haben sich alle Klassen des ASG Gedanken über konkrete nächste Schritte gemacht und ihre Pläne auf dem Schulhof verkündet:  

Friedensnacht: Filme, Lichterkette, Diskussionen, Übernachten in der Schule, gemeinsames Frühstück 

weiterhin regelmäßig auf Demos gehen

Zentraler Tag (gemeinsame Aktionen mit Schülern anderer Schulen) 

Info-Stand im Leo-Center oder auf dem Wochenmarkt, dort auch Verkauf von selbstbemalten Ostereiern und aus diesen Eiern gebackenen Kuchen

Geld sammeln für das Rote Kreuz oder Ärzte ohne Grenzen oder die Ulmer Ärzte-Initiative oder... mit Kuchenverkauf, Flohmarkt (Unterstufe) "Make tea, not war!", (Lehrer-)Autos waschen, Antikriegs-Buttons und T-Shirts verkaufen

Nachfragen, ob Kleider- und Medikamentenspenden Sinn machen 

Blut spenden (volljährige Schüler)

....... 

Die SMV und die Initiatoren der Schülerdemonstration suchen gerade aus, was davon wie realisiert werden soll, prima!

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom April 2003

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