Mai 2003

Keine krummen Dinger im Leonberger Rathaus! Cross-Border-Lease-Geschäft endgültig vom Tisch! 

von Eberhard Schmalzried 

Mit dem Cross-Border-Lease Geschäft hatte sich die Stadt einen tollen Gewinn versprochen und viel Knete bar auf die Hand - auf eine Hand, mit der sie selber so gut wie nix hätte tun müssen - außer: 

einen "Experten" einladen, der den Gemeinderat einlullt, umso besser, wenn er nix kostet

die städtische Kläranlage an einen angeblichen "Investor" verscherbeln, der nichts investiert. Sie hätte dann zwar zwei Eigentümer, doch Hauptsache, sie funktioniert.

die Unterschrift unter einen Vertrag setzen, den niemand versteht, aber man hat ja Anwälte,

die Hand aufhalten und einsacken. OB Schuler ist darin, wie er immer wieder gern versichert, "unbegrenzt belastbar"

Nun ist also die CBL-Seifenblase geplatzt, der Gemeinderat hat sich nicht einlullen lassen, die Kläranlage gehört weiterhin den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Leonberg, die sie schließlich auch bezahlt haben. Auch eine ganze Reihe potentieller Kandidaten für das unredliche, unsolide CBL-Geschäft, mit denen Leonberg im Gespräch war, sind ausgestiegen wie z.B. Fellbach, Winnenden und Crailsheim. Schauen Sie das nebenstehende Vexierbild mal von der Seite an: Nicht immer erweist sich der erste Eindruck als richtig. Manchmal ist gerade, was krumm aussieht, manchmal ist einfach, was kompliziert erscheint. Man muss nicht immer bei sogenannten "Experten" Rat einholen, zumal dann nicht, wenn diese ein Eigeninteresse haben. Man muss nicht immer nach dem erstbesten Köder schnappen und womöglich vor lauter Gier auf krumme Wege geraten. Man muss nicht, wie Herr Grupp meint, "jede Möglichkeit prüfen, die Geld in die Kasse bringt", sondern sich auf die alten Werte und Tugenden besinnen. Man muss redlich sein, den geraden Weg gehen und Tricksereien meiden. "Ehrlich währt am längsten".

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Mai  2003

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