Juni 2003

DIE GEORGII-HALLE VON SCHILDA 

von Gudrun Sach

Kennen Sie die Geschichte vom Rathaus zu Schilda? Das die Leute nicht benutzen konnten, weil der Rat der Stadt die Fenster vergessen hatten? Als der Schul-Ausschuss der Stadt Leonberg über die Georgii-Halle abgestimmt hat, waren die Benutzer den meisten Räten ebenfalls zweitrangig: Die Meinung der Schüler, Eltern, Sportlehrer und Schulrektoren zählte nicht. 

Schon lange drängen Sportlehrer und Eltern darauf, die Glasfront zu verschieben. Dann hätten wir annähernd so viele Hallen, wie die Schulsport-Richtlinien fordern. Dann, und nur dann, könnte an der Schellingschule ein Ganztagessystem angeboten werden, wie es Politiker und Pädagogen seit der Pisa-Studie verstärkt fordern. Dann würde Leonberg zeigen, dass es nachhaltig für zumindest 30 Jahre planen kann. 

Aber der Antrag der GABL prallte an den anderen Stadträten ab - denen war wichtiger, dass die Aufträge an Leonberger Firmen vergeben werden. Also: Keine angemessene Versorgung mit Hallen für den Schulsport, keine Ganztagesschule, keine Nachhaltigkeit! Zwei einhalb Millionen €uro für eine unvernünftige Renovierung hinausgeworfen! Leonberg wäre Zukunft, wenn, ja wenn die Mehrheit der Räte nicht aus Schilda wäre!

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Juni  2003

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