September 2003

Mobilfunkantennen in Leonberg

am 10. April 2003 erschien in der Stuttgarter Zeitung der beigefügte Artikel zum Thema Mobilfunkantennen. Dieses Problem ist auch in Leonberg brisant - doch Gemeinderat und Stadtverwaltung üben sich in Untätigkeit. Mehrere Anfrage wurden jeweils mit dem Vermerk weggewischt, dies sei eine Angelegenheit des Bundes, die Stadt habe keine Möglichkeit zur Steuerung.

Nun wissen wir, dass andere Städte sehr wohl eingreifen und entweder eigene Regeln aufstellen, oder mit den Mobilfunkbetreibern Abmachungen über die Standorte treffen. In Freiburg hat der Gemeinderat beschlossen, dass auf "städtischen Immobilien, die selbst sensible Einrichtungen enthalten (Wohngebäude, Schulen, Kindergärten, Kinderspielplätze, Alten-, Pflege- und Seniorenheime, Kliniken und vergleichbare Einrichtungen) oder im Umkreis derartiger Einrichtungen, keine weiteren Mobilfunkanlagen installiert werden". Auch Stuttgart hat eine ähnliche Vereinbarung getroffen.

Die Leonberger Stadtverwaltung teilte uns schon vor zwei Jahren mit, "sie versuche die Mobilfunkbetreiber davon zu überzeugen, freiwillig auf die Errichtung von Mobilfunkanlagen in der Nähe von Schulen, Kindergärten, Altersheimen u.ä. zu verzichten". Doch passiert ist nichts. Die Antenne unmittelbar neben dem Warmbronner Stöckhof-Kindergarten bedeutet bis heute ein Gefährdungspotential für die Kinder. Und die Antennen auf dem Seniorenheim "Glemstalblick" bereiten möglicherweise manchen Leuten schlaflose Nächte.

Im Waiblinger Gemeinderat fordert die SPD-Fraktion klare Regeln, wo Sender aufgestellt werden dürfen und wo nicht. Im Leonberger Gemeinderat dagegen ist die GABL bisher die einzige Fraktion, die solche Regeln fordert. Aber ohne Unterstützung anderer Fraktionen bleiben unsere Rufe ungehört. Leider.

 

 

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom September  2003

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