Januar 2004

Zu Fuß zum Kindergarten und zur Schule - es sind Schritte zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder 

[ES] Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto in die Schule oder in den Kindergarten. Dies kann negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, die Persönlichkeitsentwicklung oder gar auf die Lernfähigkeit der Kinder haben. Die internationale Kampagne "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" wurde 2003 zum ersten Mal in Deutschland durchgeführt. Sie wird gefördert und unterstützt vom Umweltbundesamt UBA, vom Umweltministerium, vom Verkehrsministerium, vom Gesundheitsministerium und vom FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland.

LIEBE ELTERN, Sie alle stellen sich die Frage: Wie kann ich mein Kind auf dem Weg zum Kindergarten und zur Schule am besten unterstützen? Mit dem "Elterntaxi" schränken Sie die Entwicklung ihrer Kinder ein. Wenn Ihr Kind zu Fuß zum Kindergarten und zur Schule geht, hat dies positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, auf seine Persönlichkeitsentwicklung und seine Lernfähigkeit. 

Kinder werden selbstständig, können im wahrsten Sinne des Wortes ihre eigenen Schritte machen. Als Mitfahrer im Auto bleiben Kinder passiv, als Fußgänger erleben sie aktiv ihre Umwelt und lernen, selbst Verantwortung im Straßenverkehr zu übernehmen.
a Helfen Sie Ihrem Kind, sich im Straßenverkehr immer besser zurechtzufinden. 

Kinder bauen Freundschaften zu anderen Kindern auf, sie können sich vor und nach der Schule oder dem Kindergarten gegenseitig ihre Erlebnisse erzählen. Kinder, die ihre Kameraden erst in der Klasse treffen, können sich nicht so schnell auf ihre Schularbeit konzentrieren. 
a Geben Sie Ihrem Kind Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten. 

Kinder trainieren sicheres Verkehrsverhalten, wenn sie mit ihren Eltern gemeinsam den Stadtteil und den Schulweg "erlaufen". Sie lernen Gefahren einschätzen und üben ganz konkret, wie sie sich sicher verhalten.
a Üben Sie mit Ihrem Kind den Schulweg zu Fuß und später mit dem Rad, so vermindern Sie Unfallrisiken. 

Kinder laufen und bewegen sich gerne. Das Mitfahren im Auto schränkt die Bewegungsfähigkeit der Kinder ein und lässt sie bequem werden. Übrigens: Die meisten tödlichen Unfälle bundesweit treffen Kinder als Mitfahrer im Auto.
a Helfen Sie Ihrem Kind, die Freude an der Bewegung und dem Laufen zu erhalten und auszubauen. 

Kinder sind umweltbewusst. Sie fahren gern mit Bus, Bahn und dem Fahrrad. Ermöglichen Sie Ihrem Kind diese Erfahrungen, unterstützen Sie eine umweltbewusste Verkehrsmittelwahl. Kinder werden wach und fit. Wer sich auf dem Schulweg bewegen darf, zappelt weniger im Unterricht.
a Unterstützen Sie die Gesundheit Ihrer Kinder: Bewegung im Freien tut gut. 

aaaa http://www.iwalktoschool.de/index3.htm

 

2003 war Hamburg Spitzenreiter in Deutschland, wo sich 100 Schulen und Kindergärten beteiligten. Auch in Berlin, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen und in weiteren 500 Schulen wurden die Informationen an Schulklassen verteilt. Am Mittwoch, 22. September 2004, ist der nächste Nationale Tag für die weltweite Kampagne "I walk to school". Genügend Zeit für die Leonberger Stadtverwaltung, sich darauf vorzubereiten

"Wenn ich größer bin, fahre ich mit dem Rad zur Schule"

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Januar 2004

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