Februar 2004 

Stromrebellen aus Schönau erhalten Kreuze und Briefmarken 

Ursula und Michael Sladek von den Energiewerken Schönau EWS erhalten das Bundesverdienstkreuz. Umweltminister Trittin überreicht Martin Halm Sonderbriefmarken "Erneuerbare Energien". 

Im Dezember 2003 wurden die Mitbegründer der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) Ursula und Michael Sladek mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Bei ihrer Dankesrede betonte Ursula Sladek, dass mit dieser Ehrung die "ganze Bewegung" und die vielen Mitstreiter der Schönauer Energieinitiativen gewürdigt werden. 

Die "Schönauer Energieinitiativen" organisierten nach dem GAU von Tschernobyl Stromsparwettbewerbe, reaktivierten Wasserkraft und finanzierten Blockheizkraftwerke. Nach sieben Jahren der politischen Arbeit, zwei Bürgerentscheiden und der spektakulären Spendenkampagne "Ich bin ein Strörfall" konnte die Bürgerbewegung 1997 das örtliche Stromnetz übernehmen. Durch den bundesweiten Handel mit sauberem Strom (22.000 Kunden) konnten bisher über 650 ökologische Stromerzeugungsanlagen ans Netz gehen. 

Wenn Sie mit von der Partie sein wollen bei der umweltfreundlichen Stromproduktion, bei der Reduzierung der CO2-Emissionen und beim Ausstieg aus der Atomenergie, dann holen Sie Ihren Strom doch einfach aus Schönau. 

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Februar 2004

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