März 2004 

Eltern fordern Sicherheit für ihre Kinder in der Strohgäustraße 

Liebe Mitbewohner des Haldengebietes, 

es ist Ihnen vielleicht auch schon des Öfteren passiert, dass Sie mit Ihren Kindern oder alleine den Zebrastreifen in der Strohgäustraße überqueren wollten und die Autos leider nicht anhalten oder sogar noch kurzfristig beschleunigen. Dieser Zustand ist eine gefährliche Situation, denn die Kinder gehen mit Recht davon aus, dass sie die Straße auf dem Zebrastreifen überqueren können und versichern sich nicht immer ob die Autofahrer auch anhalten. 

Im Jahre 1999 wurde eine Unterschriftenaktion für eine Ampelanlage gestartet. Diese wurde von der Stadtverwaltung leichtfertig abgelehnt mit der Begründung: "Solange nichts passiert, besteht kein Handlungsbedarf". 

Leider ist am Montag dem 24.11.2003 ein 8 Jahre alter Junge von einem Auto angefahren worden. Wie viel muss eigentlich noch passieren, damit ein solcher Brennpunkt der Gefahr ausgeschaltet wird? 

Aus diesem Grund bitten wir um Ihre Unterschrift. Diese Unterschriftensammlung werden wir den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates sowie Herr Oberbürgermeister Schuler und evtl. der Leonberger Kreiszeitung vorlegen mit der Hoffnung, dass die Situation bald entschärft wird. 

Mit diesem Schreiben wandten sich Eltern an Mitbewohner des Haldengebiets. Sie sind besorgt um die Sicherheit ihrer Kinder beim Überqueren der Strohgäustraße. Zwar gibt es dort einen Zebrastreifen, aber der wird von Autofahrern oft nicht oder zu spät gesehen. 

Mehr als 220 Unterschriften wurden der Stadtverwaltung und den Gemeinderatsfraktionen überreicht. Die Oberbürgermeister Schuler lehnt eine Ampelanlage ab mit dem Argument der "trügerischen Sicherheit". Kinder würden sich sicher fühlen, wenn die Ampel "grün" zeigt, dabei sei Sicherheit beim Überqueren der Straße auch bei "grün" noch lange nicht gewährleistet. 

Aus der Welt ist das Problem damit aber nicht. Wenn die Stadtverwaltung eine Ampel nicht für sicher hält, darf sie sich nicht in Ruhe zurück lehnen, sondern muss nach anderen Lösungen suchen mit dem Ziel, ein attraktives Wegenetz anzubieten, auf dem im öffentlichen Raum alle sicher zu Fuß gehen können. [ES] 

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom März 2004

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