April 2004 

Die Stadt Leonberg folgt einem Vorschlag der GABL und wechselt zu Linux

[ES] Schon vor über einem Jahr, am 17. Dezember 2002, hat GABL-Stadträtin Birgit Widmaier im Leonberger Gemeinderat angeregt: "Im Bereich der EDV-Ausstattung kann gespart werden. So wird z.B. die Stadt Schwäbisch-Hall das Betriebssystem für ihr Netzwerk auf das kostengünstigere Linux umstellen. Schwäbisch Hall erwartet dadurch Einsparpotenziale im sechsstelligen Bereich".

Jetzt endlich zieht die Stadtverwaltung nach. In einer Pressemitteilung vom 16. Februar 2004 teilte OB Schuler mit: "Die Stadtverwaltung Leonberg stellt das verwaltungsinterne Betriebssystem und die Office Software um. Von den bekannten Softwarepaketen von Microsoft wird Schritt für Schritt auf das frei zugängliche und kostengünstige Linux gewechselt". In Baden-Württemberg sei dieser Wechsel noch ein ungewöhnlicher, aber innovativer Schritt. Einsparungen im sechsstelligen Bereich, bessere Funktionalität, erhöhte Sicherheit und die Unabhängigkeit von Herstellern seien die Argumente.

Eine Machbarkeitsstudie beim Münchner IT-Dienstleister soluzione hatte der Verwaltung empfohlen, "dass eine Umstellung für die Stadt Leonberg möglich und sehr sinnvoll" sei. "Bei der Umstellung auf Linux haben die Schwaben die Nase vorn. Wie es aussieht, stehen die Chancen für Leonberg gut, hier Schwäbisch Hall zu überholen", lobte Frank Rodà, der Geschäftsführer von soluzione.

Klar doch, oder hat schon mal ein Berater seinen Auftraggeber nicht gelobt? Hätte die Verwaltung auf den GABL-Rat gehört, hätte sie das Geld für den externen Berater sparen können. Und gelobt hätten wir sie in der GABL-Postille auch.

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom April 2004

zum Inhaltsverzeichnis der GABL-Postillen