Juni 2004

 NABU empfiehlt: "Kein Ei mit 'ner drei" 

"Über Legebatterien und deren tierquälerische Haltungssysteme muss wohl kaum mehr ein Wort verloren werden. Doch nicht nur die Tiere und die Umwelt leiden unter dieser Art der Eierproduktion. Antibiotika im Hühnerfutter oder Salmonellen in Batterie-Eiern können auch die Gesundheit der Verbraucher gefährden. Daher sollte beim Eierkauf eine bewusste Entscheidung gegen diese Form der Legehennenhaltung getroffen werden. 

Seit Jahresbeginn ist die Angabe der Haltungsform auf jeder Packung Pflicht. Prangte bisher auf fast jeder Eierschachtel ein Bild mit glücklichen Hühnern auf grüner Wiese, auch wenn die darin enthaltenen Eier in Wirklichkeit aus tierquälerischer Käfighaltung stammten, so kann man - wenn man's weiß - heute zwischen Eiern aus verschiedenen Haltungsformen wählen. 

Dazu tragen alle europäischen Hühnereier einen Zahlencode. Er gibt Auskunft darüber, woher ein Ei stammt. 

Vor allem auf die erste Ziffer kommt es an: Das Ei mit der 0 als erster Ziffer kommt aus ökologischer Freilandhaltung und ist damit unter dem Aspekt des Tier- und des Umweltschutzes einwandfrei. 

Das Ei mit einer 1 stammt ebenfalls aus Freilandhaltung, die Hühner bekommen allerdings nicht unbedingt ökologisches Futter und haben auch weniger Platz. 

Das Ei mit der 2 kommt auch aus einem Bodenhaltungsbetrieb, jedoch meist mit geschlossenen Ställen; auch sind hier Antibiotika im Futter erlaubt. Immerhin können sich die Tiere noch frei bewegen, flattern und scharren wie es ihrer Natur entspricht. 

Das Ei mit der 3 schließlich stammt mit Sicherheit aus Käfighaltung"Tierfreunde kaufen solche Eier nicht". 

 

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Juni  2004

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