Juni 2004

Mein Lieblingsbuch: Von wegen, Elfen gibt es nicht! 

Ein Beitrag von Marie-Christine Herden, 11Jahre 

Madeleine lebt seit ein paar Jahren mit Constantin, ihrem einzigen Sohn, von dessen Vater getrennt. Eines Tages steht ihr alter Nachbar, Mr. Tibère, vor der Tür und behauptet, sein Elf sei verschwunden. Er dufte nach Maiglöckchen, würde ständig Gegenstände verschwinden lassen, die an anderen Orten wieder auftauchen und sei unsichtbar. Aber weil Madeleine nicht abergläubisch ist, schickt sie ihn wieder weg. 

Einige Tage später jedoch hält sie es nicht mehr aus, dass ständig Dinge verschwinden und beschließt Mr. Tibère zu holen, damit er seinen Elf wieder zu sich nimmt. Dieser ist erleichtert, dass Madeleine einsieht, dass es Fabelwesen gibt und kommt zu ihr, um den Elf zu beschwören. Hierzu zeichnet er einen Kreis aus Kohle auf den Boden und stellt eine Kerze in dessen Mitte. Dann geht er in Madeleine`s Küche und richtet auf einer Untertasse ein Festessen an: Einen in Wasser aufgelösten Tropfen Sirup, einen zerkrümelten Keks und Zucker. Die Untertasse nimmt er mit ins Zimmer. Dann stellt er sich in den Kreis und spricht folgende Formel: Ich rufe dich, damit du mir dienst, damit du mich beschützt und damit du getreulich alle meine Befehle ausführst. 

Dieser Versuch scheiterte. Einige Tage später jedoch versuchte Constantin es noch einmal und es gelang ihm! Der Elf war 22 cm groß und bekam sofort den Namen Timothée. Timothée sorgte dafür, dass in Constantin`s und Madeleine`s Leben kein Stein mehr auf dem anderen blieb. Für Madeleine jedoch gab es wieder Hoffnung, ihre große Liebe zu finden: Jean-François Logé-Lafarge, Constantin`s Lehrer, versuchte schon seit einiger Zeit Madeleine`s Herz zu erobern. Ob er es wohl schaffen wird? Und was wird aus Timothée? 

Fischer Taschenbücher Bd.80426. 2004. 223 S. Kartoniert. ab 10 J. ISBN: 3-596-80426-4, KNO-NR: 12 39 59 70, 6.90 EUR 

 

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Juni  2004

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