Oktober 2004 

Zurück zu Tempo 30 in der Breslauer Straße 

von Gudrun Sach

Seit Jahren schon fordern die Gruppen, die sich in Leonberg um die Radfahrer sorgen, dass zumindest ein "Stern" von fünf Hauptstraßen fahrradtauglicher wird. Schüler und Erwachsene müssen schneller, direkter, bequemer und sicherer zu den Schulen und zum Leo-Center kommen! 

Fahrradtauglich heißt dabei auch: Radwege dürfen nicht auf Fußwegen verlaufen, damit die Radler nicht die Fußgänger stören und nicht die Autofahrer überraschen, wenn sie plötzlich die Straße überqueren. Viel besser und sicherer sind Radfahrstreifen, die auf Straßenniveau liegen, weil's sie für die Autofahrer gut erkennbar sind. Wo der Platz dafür nicht ausreicht, müssen Tempo 30-Zonen eingerichtet werden. 

In Leonberg aber passiert das genaue Gegenteil: In den letzten Monaten haben sich die Unfälle zwischen Autos und Fahrrädern ganz deutlich gehäuft. Und immer wieder wird als Begründung angegeben, der Autofahrer habe den Radler ganz einfach "übersehen" - allein in den letzten Wochen zwölfmal! Natürlich haben Unfälle oft vielfältige Ursachen und Schuld auf mehreren Seiten. Aber ganz klar ist doch, dass endlich mehr getan werden muss, damit die Fahrradfahrer in Leonberg von den Autofahrern als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer erkannt und ernst genommen werden. 

Am konkreten Beispiel der Verbindung ins Ramtel bedeutet das: Unsere Forderung, einen Radfahrstreifen zwischen der Volksbank und Leo 2000 zu bauen, muss endlich realisiert werden. Der Gemeinderat hat ja längst zugestimmt. Und die Breslauer Straße muss wieder Tempo 30-Zone werden! Lange wurde behauptet, dies sei in einer bevorrechtigten Straße mit Busverkehr unmöglich. Doch inzwischen gibt es längst Aussagen von Experten, die uns Recht geben und auch von der Verwaltung anerkannt werden. Kosten tut's auch nichts, also:

  Weg mit dem Schleichweg durchs Ramtel, her mit mehr Rechten für Fahrradfahrer!

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Oktober 2004

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