November 2004

"Wir verdursten! Wasser für alle!" - BUND-Jugend in Aktion

von Gudrun Sach

Ein riesiger Monopoly-Spielplan auf dem Leonberger Marktplatz ? Nein, nicht ganz: Statt um Straßen geht es um ganze Länder, und die Mitspieler sind multinationale Konzerne wie Nestlé oder Nike. Auf den Spielkarten geht es um Freihandel, Privatisierung und Patentrechte, und im "Gefängnis" sitzen die Umwelt, die Entwicklungsländer und die Menschenrechte.

Das Straßentheater "WTOpoly" prangerte den Ausverkauf unserer Welt durch die Welthandelsorganisation WTO an - die zwingt uns z.B. dazu, Gen-Nahrung in unsere Läden zu lassen. Und die Spieler in diesem Straßentheater gehörten zu den 150 Jugendlichen aus ganz BaWü, die sich in den Herbstferien im ASG zum Jugendaktionskongress des BUND trafen. Es gab Waldbegehungen, Besuche beim Bio-Hof "Philadelphia" und den "Weg der Erinnerung". Es ging in vielen work-shops um Bio-Piraterie und Tschernobyl-Folgen, um Kinderhandel und Flächenverbrauch.

Und es wurden Beispiele für mutige Aktionen und zivilen Ungehorsam vorgestellt: Ob gutgelaunte Pink-silver-Gruppen um die Polizei herumtänzeln oder die "Ordensleute für den Frieden" US-Flieger auf dem Weg in den Irak blockieren - es braucht Kreativität und Phantasie auf dem Weg in eine zukunftsfähige Welt; deshalb gab es auf dem Jugendkongress des BUND auch Kurse für Didgeridoo und einen Open-Stage-Abend und und und...

Übrigens - das WTOpoly-Spiel hatte ein happy end: Nicht mehr die Konzerne, sondern die Umwelt, die Entwicklungsländer und die Menschenrechte bestimmten da die Regeln des Welthandels und der Patentrechte. Wenn's doch schon so weit wäre!

Interesse an einer BUND-Jugend in Leonberg? - www.econautix.org nachschauen oder Adrian Kohlert anrufen: 904250

 

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom November  2004

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