Januar 2005

Buchbesprechung: "Juden-Christen-Deutsche" 

Die "Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden" vom 1. September 1941 und die Einführung des "Judensterns" waren der Auftakt zu ihrer planmäßigen Vernichtung in Europa. Bis zum Ende des Krieges wurde mehr als sechs Millionen Juden verfolgt, verschleppt und in den Konzentrationslagern der Nazis ermordet.
Wie haben die Kirchen reagiert? Haben sie ihre Stimme erhoben und Partei ergriffen für die Verfolgten? Gab es Christinnen und Christen, die unter hohem persönlichem Einsatz gehetzten Menschen das Leben retteten? Jene "Lichter in der Dunkelheit?" Wer waren Sie?

Diesen Fragen geht das neue Buch von Eberhard Röhm und Jörg Thierfelder nach. Es berichtet u.a. von der schwäbischen "Pfarrhauskette", in der jüdische Familien von Haus zu Haus "weitergereicht" und damit der Verfolgung entzogen wurden - unter anderem im Raum Leonberg in den Pfarrfamilien Otto Mörike in Flacht und Albrecht Goes in Gebersheim.

Eberhard Röhm und Jörg Thierfelder: "Juden-Christen-Deutsche" Band 4/1, 704 Seiten

calwer taschenbibliothek, 2004, ISBN 3-7668-3887-3, 19.90 €uro

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Januar 2005

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