Februar 2005

Apfeläcker gerettet -Umweltfrevel lohnt nicht!

Eberhard Schmalzried 

«Am Mittwoch, 1. Oktober 1997, haben Eigentümer im Gewann "Apfeläcker" in Warmbronn in den frühen Morgenstunden etwa sechzig kerngesunde Obstbäume erbarmungslos umgesägt». Mit dieser Meldung prangerte die GABL-Postille vor sieben einhalb Jahren eine Umweltsünde in Warmbronn an. 

"Wir hauen kurz einmal die sechzig Obstbäume dort um. Dann ist das Gelände ökologisch nicht mehr schützenswert und Stadt und Gemeinderat werden eine Bebauung schon genehmigen und einen Bebauungsplan erstellen". Dies war die Hoffnung der Grundstücksbesitzer und die weitere Entwicklung schien ihnen Recht zu ge­ben. Zwar hagelte es damals von allen Seiten Proteste gegen den Fre­vel und nach einer Mahnung des Landratsamts wurden auf der Wiese wieder ein paar dünne Bäumchen angepflanzt. Doch nach und nach wuchs Gras über die Geschichte und das einzigartige Biotop war unwiederbringlich zerstört.

Heute, nach mehr als sieben Jahren, stellen sich neue, unerwartete Schwierigkeiten ein. Zwar wäre die Stadtverwaltung wohl bereit, den Bebauungsplan zu entwickeln, aber nachdem sich zwei der Grundstückseigentümer weigern, am Umlegungsverfahren mitzuwirken, sind die Baupläne in weite Ferne gerückt. Eine vernünftige Erschließung ist nicht möglich und die städtebauliche Begründung für die Abgrenzung des Gebietes gelingt ebenfalls nicht.

Die GABL hat die erbärmliche Tat vom Oktober 1997 immer wieder angeprangert. Wir freuen uns, dass es sich heute abzeichnet: Umweltzerstörung wird nicht belohnt!

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Februar 2005

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