Februar 2005

    1.500 Bäume gerettet -260.000 €uro gespart!

von Gudrun Sach

Endlich haben sich die Stadtverwaltung und die anderen Fraktionen bekehren lassen: Die 1500 Bäume an der Glems sind zwar schon markiert, werden aber doch nicht gefällt. Und dem ohnehin leeren Stadtsäckel bleiben mehr als 260.000 €uro erhalten. Die völlig überflüssige Ausgabe ist im Haushalt 2005 nun doch nicht enthalten. Ein Sieg für die Vernunft, die Ökologie - und die GABL.

Nur zur Erinnerung: Trotz unserer heftigen Gegenwehr wurden in der Sitzung des Gemeinderats am 26. Oktober 2004 Baumfällarbeiten für 300.000 €uro beschlossen. Weil vor einem Jahr bei einem schweren Sturm zwei (!) umgefallene Bäume Schäden verursacht hatten, sollten nun 1.500 (!) Bäume gefällt werden. Als die GABL-Fraktion nach einer genaueren Aufstellung der "kranken" Bäume fragte, reagierte Oberbürgermeister Schuler hoch emotional ("Was hätten Sie gesagt, wenn dabei ein Kind erschlagen worden wäre?") und der restlich Gemeinderat gelangweilt ("Ich beantrage das Ende der Debatte.")

Inzwischen hat sich gezeigt, was wir gleich vermutet haben: Ein großer Teil der Bäume ist durchaus gesund, bildet im Glemstal keinerlei Gefahr und ist wichtig als Lärm- und Sichtschutz für die Gartenstadt. In Leonberg werden sowieso gerade Hektarweise Bäume für den Westanschluss und das Warmbronner Ohr geopfert. In Zeiten, in denen Agenda 21 und Offene Jugendarbeit, Städtepartnerschaften und Ortsbüchereien ums Überleben kämpfen, werden 300.000 €uro dringend gebraucht - man hätte es schon im Oktober wissen können!

Natürlich sind wir nicht gegen Fällarbeiten, die aus Sicherheitsgründen notwendig sind. Etwa 37.000 €uro wurden bisher dafür ausgegeben. Im Haushaltsentwurf 2005 ist nun gottlob kein einziger €uro mehr vorgesehen. Wir freuen uns sehr für die Bäume und den Stadtsäckel!

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom Februar 2005

zum Inhaltsverzeichnis der GABL-Postillen