März 2005

 

"Neofaschismus in der Bundesrepublik Deutschland"

Ausstellung bis 18. März von Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr im Haus der Begegnung, Leonberg

Nach dem Einzug von DVU und NPD in die Landtage von Sachsen und Brandenburg hat das braune Gedankengut wieder eine Tribüne gefunden, von der aus Hass auf Andersdenkende, Andersfarbige, auf Ausländer, Juden, aber auch auf missliebige Deutsche verbreitet werden kann. Provokativ verbreiteten sie ihre Parolen und sorgten jüngst für einen Eklat im Sächsischen Landtag. Das erfolglose Verbotsverfahren gegen die NPD hat alte und neue Nazis nur gestärkt. Seit 1990 gehen über 100 politische Morde auf ihr Konto sowie Brandstiftungen, Überfälle, schwere Körperverletzungen. In manchen Gegenden brüsten sich Neonazis bereits mit "national befreiten Zonen".

Die Ausstellung "Neofaschismus in der Bundesrepublik Deutschland" will auf 28 Schautafeln über Gründe und Hintergründe des Wiederaufstiegs der Neonazis informieren und aufklären, um 60 Jahre nach der Befreiung vom Hitlerregime den Ruf lauter werden zu lassen: "Nie wieder!"
Die von der Kommission Neofaschismus der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes erstellte Ausstellung wird erstmals in Süddeutschland gezeigt. Besonders geeignet ist sie für Schulklassen und Lehrer, aber auch für alle, die Argumente in der Auseinandersetzung mit den heutigen Erscheinungsformen des Neonazismus benötigen. Ein Ausstellungskatalog und Begleitmaterial stehen zur Verfügung.

 

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom März 2005

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