April 2005

Lieber die Glems ökologisch verbessern -als Brummis in die Stadt locken!

[ES] Im Februar entschied der Leonberger Gemeinderat, dass die Gebersheimer Straße nicht mit einer "Goldrandlösung" aus-gebaut wird. Für 1,6 Millionen €uro wollte die Stadt die Gebersheimer Straße etwa 130 Meter ab der Bahnunterführung in Richtung Gartenstadt neu bauen. Im Kreuzungsbereich zum Lohlenbach und zur Schweizermühle sollte ein Kreisverkehr dafür sorgen, dass der Durchgangsverkehr flüssig läuft. Begründet wurde das Vorhaben damit, dass der darunter liegende Kanal marode sei. Zwar sollte gleichzeitig mit dem Straßenbau auch ein Stück der verdolten Glems offengelegt werden. Doch da weiterhin einhundertzwanzig Meter verdolt wären, bliebe nach wie vor unüberwindliche Barrieren für die Tierwelt bestehen. Ein Austausch des Lebens im Gewässer könnte auch künftig nicht stattfinden, ein wirklicher Durchbruch wäre nicht geschafft. Auf Antrag der GABL hat der Gemeinderat ins seiner Sitzung am 14. Februar 2005 diese Baumaßnahme zurückgestellt.

Nun haben verschiedene Bürgervereine und Naturschutzgruppen die Initiative ergriffen. Sie schlagen vor, die Glems im Bereich zwischen dem Bauhof und der Abzweigung zum Lohlenbach fast völlig aus dem Untergrund ans Licht zu holen und gleichzeitig die Gebersheimer Straße zu sanieren. Bezahlt werden soll das Vorhaben vom Regierungspräsidium als Ausgleichsmaßnahme für die Bausünden am geplanten Westanschluss. Mal sehen, was daraus wird. Unsere Unterstützung im Gemeinderat sagen wir hiermit zu.

 

veröffentlicht in der GABL-Postille vom April 2005

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